Terrarien für Kronengeckos

Size matters.

Es kommt auch hier auf die Größe an. Von daher liste ich mal hier anhand von Alter und Größe bzw. Gewicht einwenig zusammen. Dann mach ich weiter unten mit der Einrichtung in größeren Behältnissen weiter.

Frischgeschlüpft (ein Hatchling) Tag 1, Einzelhaltung bis cira 6 Gramm Gewicht:

Er bleibt im Optimalfall noch eine Nacht im Inkubator. Entweder in dem Behältnis in dem die Eier lagen oder einer Heimchenbox.
IMG-20150715-WA0007Heimchenbox oder Dose mit z.B. feuchtem Vermiculite

Auf zwei Dinge muss aber geachtet werden: Feuchtigkeit und Platz.
Zur Feuchtigkeit: Die Kleinen häuten sich sehr oft wenn sie noch kleiner sind. Die erste Häutung direkt nach dem Schlupf. Da sie dafür eine möglichst hohe Luftfeuchte brauchen, lasst sie entweder in der Dose mit dem Brutsubstrat, was ja auch eine gewisse Feuchte hat, oder aber setzt sie in eine Heimchenbox mit nassen Küchenpapier. Meine stehen auf die Stücke eines Eierkartons. Der, mit Wasser besprüht, ist perfekt – Luftfeuchte, Klettermöglichkeit und drunter kann man sicher pennen.
IMG-20150716-WA0002Toll, so ein Eierkarton.

Dazu einen Flaschendeckel mit Fruchtbrei (am Tag 1 nicht zwingend nötig, vor dem 2-3ten Tag wird selten gefressen) und einen mit etwas Wasser.
Achtung: es darf weder ein so großer Deckel sein, dass das Baby da reinfallen kann, noch so voll oder hoch, dass es kopfüber drin ertrinken kann. Beides mal würde auf das Gleiche rauslaufen.

Die Kleinen wachsen sehr schnell. Daher ist für mich die Variante Heimchenbox nur für 1-3 Tage eine Lösung. Dann rate ich zu einer kleinen Kunstoffbox (da gibts gute DIY-Lösungen, auf die ich sicher auch noch mal eingehen werde.) oder aber die guten alten Boxen:
IMG-20150716-WA0013Kleine „Transportboxen“

Kostenpunkt von meist unter 5€ und die braucht man immer mal wieder. Auch hier wieder: Nasses Küchenpapier, 2x Flaschendeckel mit je Futter und Wasser. Aber in den Boxen müsst ihr schon weitere Verstecke bieten. Ich empfehle künstliche Pfanzen. Die sind leichter zu reinigen und sehn nie blöd aus. Die Kleinen fahren voll auf die ab.

In denen kann der erste Monat sicher und sauber geklettert, gefressen und geschlafen werden.

Dann würde ich auf eine Nummer größer wechseln, mit dem gleichen Setup. Man kann auch gleich die Kleinen in ein riesengroßes Terrarium setzen, aber dann sieht man meist nur schwer, wann, ob und viel gefressen und wieder ausgeschieden wird, wie die Häutungen verlaufen und ob das Tier sonstige Auffälligkeiten zeigt. Also lieber einen Schritt nach dem Anderen.

Es wird gemunkelt, dass Kronengeckos in kleineren Behältnissen schneller und stabiler wachsen. Kann ich noch nicht bestätigen, aber für mich überwiegen bereits die genannten Vorteile der leichten Reinigung der Behältnisse.

Ab dem Überschreiten der 6 Gramm-Grenze kann mit viel Glück und einer entsprechend guten Lupe (60-fache Vergrößerung z.B), nach den ersten Poren gesucht werden. Wenn Poren da = vermutlich Männchen und damit ein Leben in Einzelhaltung oder mit mind. 2 Weibchen. (Rate ich trotzdem von ab. Dazu aber woanders mehr) Keine Poren => Vermutlich Weibchen und damit ist Gruppenhaltung möglich, da sich Weibchen, besonders, wenn sie zusammen aufwachsen, später nicht territorial im Terrarium prügeln.
Trotzdem empfehle ich, wenn möglich Einzelhaltung oder mindestens eine weitere Möglichkeit zur Trennung von aggressiven Weibchen von der Gruppe zu haben.

Hier fangen dann die richtig großen und schön einrichtbaren Terrarien ab 40(Länge)x40(Breite)x60(Höhe) cm an.
Auch hier gilt, je größer, je besser für die Lebensweise der Kronengeckos. Wobei wie gesagt die Höhe wichtiger als Länge mal Breite ist. Kletterer halt.

Die Kronengeckos brauchen ein Terrarium, was ihnen bestmöglich diesen Lebensraum simulieren kann:
LebensraumKronengecko1-4

Den Bereich eines Baumes von der Wurzel bis ca. 4m Höhe. Also viele größere Äste, Lianen, Efeu und noch breitere Plätze über dem Bodensubstrat.Korkrinden werden innig geliebt.

Verstecke muss es geben – Tagsüber verkrabbeln sie sich gerne in Kletterpflanzen und beobachten von dort die Umgebung oder pennen. Da kann man sich nie sicher sein, sie haben ja nie die Augen zu.

Kronengeckos neigen zum Springen und bevorzugen daher auch bewusst „größere“ Landemöglichkeiten.

Damit meine ich, dass ihr einem adulten Kronengecko keine Freude macht, wenn ihr möglichst viele dünne, glatte Bambusstäbe kreuz und quer im oberen Teil des Terrariums platziert. Von denen fallen die recht oft runter. Vor allem, wenn sich ein Heimchen auf solch einen Bambus verirrt hat. Dann ist nur die Hirnhälfte fürs Fressen an und die fürs meisterhafte Klettern aus.

Kronengeckos sind eine der Geckoarten, die unter dem FTS (Floppy Tail Syndrome) erkranken können, wenn sie ihren Schwanz nicht in den Ruhephasen horizontal ablegen können. Daher: Nicht alles nur vertikal im Terrarium einrichten. Die wollen auch mal entspannt rumliegen. Und ja, wenn dies nicht möglich ist, dann pennen die euch am Tag auf dem Bodensubstrat, wenn ihnen dies zusagt.

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